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Cannabis-Sucht: Wenn der Griff zum Joint unkontrollierbar wird

Cannabis gehört unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu den beliebtesten Rauschmitteln. Wer sich hin und wieder einen Joint genehmigt, gilt oft als cool und rebellisch. Tatsächlich wird Untersuchungen zufolge keine andere illegale Droge so häufig konsumiert wie Cannabis. Ob Haschisch oder Marihuana ­– Cannabis birgt nicht nur die Gefahr zur Einstiegsdroge zu werden, sondern bringt außerdem Risiken für Körper und Psyche mit sich. Von der Psychose über die Depression bis hin zur langanhaltenden Konzentrationsstörung – wer dauerhaft kifft, kann früher oder später abhängig werden und eine Cannabis-Sucht entwickeln. Den Weg aus der Cannabis-Abhängigkeit zurück ins Leben zu finden, ist nicht einfach, aber dennoch möglich. Um ihn erfolgreich zu beschreiten, ist eine gesundheitliche Aufklärung über die Cannabis-Risiken und Gefahren des Konsums essenziell.

Allgemeine Informationen zur Cannabis-Sucht

Was ist Cannabis und wie wirkt der Wirkstoff?

Bei Cannabis handelt es sich eigentlich nicht um eine Droge per se, sondern um den wissenschaftlichen Namen für die Hanfpflanze, welche der Mensch bereits seit der Frühgeschichte kultiviert und in verschiedenen Lebensbereichen nutzt. Dazu gehört auch die medizinische Verwendung von Cannabis: Bereits vor knapp 5.000 Jahren wusste der Mensch, dass in den weiblichen Blüten der Pflanze ein Stoff enthalten ist, der auf Körper und Geist eine durchschlagende Wirkung mit sich bringt. Die Rede ist von Tetrahydrogencannabinol, kurz THC. Hierbei handelt es sich um eine psychoaktive Substanz, die in der Gruppe der Cannabinoide zu verorten ist. THC wird vor allem nach der Trocknung der Blüten aktiv und führt im menschlichen Körper zu verschiedenen Effekten. Typisch für die Wirkung von Delta-9-Tetrahydrocannabinol ist ein körperlicher und geistiger Entspannungszustand. Dieser wird in der Regel beim Rauchen der Blüten erzeugt, was im allgemeinen Sprachgebrauch als kiffen bezeichnet wird. Alternativ kann die Einnahme von Cannabis oral erfolgen, was allerdings zu einem verzögerten Wirkungseintritt führt. Das Problem beim Konsum ist weniger die körperliche als vielmehr die geistige Abhängigkeit, die Cannabis hervorrufen kann. Auch verschiedene Folgeerkrankungen können bei der regelmäßigen Einnahme gravierend sein. In Deutschland sind Konsum und Verkauf (mit Ausnahme von Sondergenehmigungen für medizinische Zwecke) daher illegal.

Was passiert nach dem Cannabiskonsum?

Wer Marihuana / Gras oder Haschisch / Dope raucht, kann in der Regel binnen weniger Sekunden mit einem Wirkungseintritt rechnen. Nach spätestens zwanzig Minuten hat der Rausch schließlich seinen Höhepunkt erreicht. Das im Cannabis enthaltene THC bindet sich im Körper an spezifische Rezeptoren, die unter anderem im Nervensystem sowie im Immunsystem aktiv sind. Die Folge ist, dass die Übertragung von Reizen an diesen Rezeptoren nicht mehr vollständig funktioniert. Dies führt wiederum dazu, dass Schmerzempfindungen, Gedächtnisleistungen und Bewegungsabläufe reduziert werden. Typisch für einen Rausch sind zudem Übersteigerungen des Gefühlslebens, die sich zunächst positiv äußern. Weiterhin sind Euphorie und Redseligkeit genauso charakteristisch wie die appetitanregende Wirkung und die Fähigkeit schneller einzuschlafen. Gerade aus diesem Grund ist Cannabis bei vielen das Mittel erster Wahl, wenn es um Entspannung und Stressabbau geht. Je häufiger der Konsum erfolgt, umso größer ist aber auch die Toleranzwirkung. Das bedeutet, dass regelmäßiges Rauchen von Cannabis dazu führt, dass sich die gewünschte Wirkung nur noch dann einstellt, wenn immer größere Mengen in immer kürzeren Abständen eingenommen werden. Darüber hinaus können nach Einnahme auch negative Folgen als Cannabis-Risiken wie Panik, Paranoia, Zittern oder Herz-Rhythmus-Störungen auftreten.

Wie schnell macht Cannabis abhängig?

Eine Cannabis-Sucht stellt sich normalerweise deutlich langsamer und weniger häufig ein als beispielsweise eine Alkoholsucht oder Heroinabhängigkeit. Anders als bei diesen beiden Rauschmitteln ist die Abhängigkeit von THC weniger stark auf den Körper als vielmehr auf den Geist ausgerichtet. Die psychische Abhängigkeit ist allerdings nicht weniger schlimm als eine körperliche Sucht. Der Grund dafür ist, dass der Cannabiskonsum einen direkten Einfluss auf das mesolimbische System des menschlichen Körpers hat. Dieses ist auch als Belohnungssystem bekannt und beispielsweise für die Entstehung von Gefühlen wie Freude und Zufriedenheit verantwortlich. Wer regelmäßig Joints raucht, bringt sein neuronales Gleichgewicht durcheinander und sorgt für eine Unterfunktion im Belohnungssystem. Infolgedessen können positive Emotionen nur noch durch den Konsum von mehr Cannabis erzeugt werden. Auf diese Weise entstehen Entzugserscheinungen, sobald nicht regelmäßig gekifft wird, was wiederum deutliches Anzeichen einer Cannabis-Sucht ist.

Wie entsteht eine Cannabis-Sucht und welche Menschen sind besonders gefährdet?

Der Erfahrung vieler Mediziner und Wissenschaftler nach, gibt es keinen konkreten Suchtcharakter, der eher dazu neigt eine Abhängigkeit von Cannabis zu entwickeln als andere. Jedoch zeigt sich, dass bestimmte Einflüsse eine Cannabis-Sucht begünstigen können. Hierzu gehören vor allem verschiedene Stressfaktoren und kritische Lebensereignisse. Da der Konsum von Marihuana oder Haschisch in erster Linie Entspannungszustände herbeiführt, wird diese Droge besonders gern verwendet, um mal „runterkommen“ zu können. Wer unter Leistungsdruck steht oder emotional instabil ist und den Alltag einfach nur mal vergessen möchte, greift häufiger und regelmäßiger zu Joints als jemand, der beruflich, privat und emotional gefestigt ist. Erschreckend ist, dass immer mehr junge Menschen eine psychische Abhängigkeit von Cannabis entwickeln. Das Alter, in dem Kids zum ersten Mal einen Joint probieren oder eine Bong rauchen, ist in den letzten Jahren stetig gesunken. Darüber hinaus gilt Cannabis als Einstiegsdroge Nummer eins und steht im Ruf die Hemmschwelle gegenüber anderen Drogen zu senken, sodass Betroffene schneller und ohne große Gewissenskonflikte auch zu anderen gesundheitsschädlichen Substanzen greifen.

Diagnose der Cannabisabhängigkeit

Wie lässt sich der Konsum der Droge Cannabis nachweisen?

Im Gegensatz zu anderen psychogenen Drogen ist THC in Blut und Urin von Betroffenen noch recht lange nachweisbar. Je nachdem, wie viel und wie lange jemand die Droge konsumiert, können die Cannabinoide im Urin noch nach 30 Tagen nachgewiesen werden. Blut- und Urintests sind deshalb das wichtigste sowie zuverlässigste Mittel, um einen Konsum belegen zu können. Der Grund dafür, dass THC und die zugehörigen Nebenprodukte über einen so langen Zeitraum hinweg nachweisbar sind, liegt an der fettlöslichen Eigenschaft von THC. Es kann sich in Blut und Wasser nur schwer lösen und lagert sich stattdessen in den Fettzellen des Körpers ein.

Welche Indizien deuten auf eine Cannabisabhängigkeit?

Bevor auf eine Suchtproblematik ein Entzug folgen kann, muss aus medizinischer Sicht eine Diagnose erfolgen. Suchterkrankungen werden im internationalen Klassifizierungssystem ICD-10 ausführlich behandelt und nach diversen Unterformen gegliedert. So gibt es neben der akuten Intoxikation, die den Rauschzustand beschreibt, auch den schädlichen Gebrauch sowie das Abhängigkeitssyndrom. Von einer Abhängigkeit spricht man dann, wenn wenigstens drei der nachfolgenden Kriterien im letzten Jahr gemeinsam aufgetreten sind:

  • Wunsch nach Cannabis-Konsum ist stark bis zwanghaft
  • Kontrolle über Zeitpunkt und Menge des Konsums geht verloren
  •  Zum Erzielen der gewünschten Wirkung ist eine Dosissteigerung notwendig
  • Bei Nicht-Konsum treten beim Konsumenten Entzugssymptome auf
  • Cannabis wird trotz offensichtlicher negativer Folgen weiter genommen
  • Andere Lebensbereiche werden vernachlässigt und dem Cannabiskonsum untergeordnet

Folgen der Cannabis-Sucht

Welche Nebenwirkungen treten bei einer akuten Cannabis-Intoxikation auf?

Bei einer Intoxikation können bei der häufig als „harmlos“ eingestuften Droge Cannabis schwerwiegende körperliche und psychische Symptome auftreten. Dazu gehören unter anderem Schwindel und die Verlangsamung motorischer Abläufe. Ebenso können Angstzustände sowie Störungen von Denk-, Konzentrations- und Wahrnehmungsvorgängen auftreten. Betroffene fühlen sich zudem häufig unwirklich, können nur unter schwersten Anstrengungen Gedanken zu Ende verfolgen, leiden unter Mundtrockenheit und Bindehautrötung und erleben nicht selten auch paranoide Episoden.

Welche langfristigen Auswirkungen sind mit der Cannabis-Sucht verbunden?

Zahlreiche Studien führten zu der Erkenntnis, dass vor allem die langfristigen Folgen für die Psyche bei einem dauerhaften Cannabiskonsum von Bedeutung sind. Diverse psychotische Erkrankungen stehen im Verdacht, durch den Konsum von Cannabinoiden ausgelöst oder verstärkt zu werden. Depressionen, Angstzustände ebenso wie Persönlichkeitsstörungen können die Folge für den Cannabis-Konsumenten sein. Dazu können sich dauerhafte Konzentrations- und Denkstörungen gesellen. Auch körperliche Folgen sind möglich: So werden Marihuana und Haschisch meist mit Tabak gemischt über die Atemwege konsumiert. Dadurch kommen die möglichen negativen Folgen des Nikotinkonsums ebenfalls mit ins Spiel. Weiterhin befinden sich heutzutage immer mehr Drogen wie Cannabis im Umlauf, die mit anderen Substanzen gestreckt wurden. Dadurch wird das Risiko von Folgeerkrankungen in unbestimmtem Maße erhöht. Dasselbe gilt für den Fall, dass THC und andere psychoaktive Substanzen kombiniert eingenommen werden. Besonders häufig werden Alkohol und THC gemeinsam konsumiert. Das erhöht zusätzlich das Risiko einer Alkoholabhängigkeit. Zudem steigert der Alkoholkonsum die Aufnahme von THC im Blut, was die Wirkungen der Droge noch verstärken kann.
Behandlung der Cannabis-Sucht

Wie wird die Cannabisabhängigkeit behandelt?

Da die Symptome bei einem Cannabis-Entzug in erster Linie psychisch sind, wird die Notwendigkeit einer professionellen medizinisch/therapeutischen Begleitung ersichtlich. Wer mit seiner Karriere als Kiffer aufhören möchte, sollte deshalb auf eine gute Betreuung setzen, um vor allem den Langzeitfolgen der Sucht angemessen begegnen zu können. Körperliche Folgen können Schlafstörungen, Schweißausbrüche, Übelkeit oder Zittern (Tremor) sein. Bei einer begleitenden Therapie in einer erfahrenen Einrichtung, wie der My Way Betty Ford Klinik können die entsprechenden Schritte eingeleitet werden, um die körperlichen Entzugserscheinungen zu mildern. Noch wichtiger ist die Begleitung jedoch auf der psychischen Ebene: Um Depressionen, Angstzustände, Panikattacken oder paranoide Episoden direkt behandeln zu können, ist eine begleitende psychotherapeutische, manchmal sogar psychiatrische Behandlung in Zusammenhang mit einem Cannabis-Entzug sinnvoll und notwendig. Entscheidend ist zudem, Familienangehörige und/oder Freunde mit ins Boot zu holen. Da vor allem Jugendliche und junge Erwachsene immer häufiger mit den unangenehmen Folgen einer Cannabisabhängigkeit zu kämpfen haben, sind Familiengespräche und gruppentherapeutische Sitzungen ein wesentlicher Bestandteil des kontrollierten Entzugs.

Aus welchen Phasen besteht die Cannabis-Therapie?

Bei der Cannabis-Therapie werden vier unterschiedliche Phasen obligatorisch, die in Abhängigkeit von der persönlichen Krankheitsgeschichte und Patientensituation unterschiedlich lang verlaufen:

  • Motivation: Eingeständnis und Einsicht der Suchterkrankung
  • Entgiftung: Kontrollierte Entgiftung unter ärztlicher Aufsicht
  • Entwöhnung: Überwindung der psychischen Abhängigkeit
  • Nachsorge: Selbsthilfegruppen und Psychotherapie als Methoden der ambulanten Stabilisierung

Sie haben weitere Fragen zur Cannabis-Sucht?

Im Internet können Sie rund um das Thema Cannabis zahlreiche, oft widersprüchliche Informationen finden. Da die Einnahme der Droge und ihre Folgen tendenziell immer noch stark verharmlost werden, ist die Zuverlässigkeit der Informationen meist nicht gegeben. Umso wichtiger, dass Sie sich mit Ihrem Anliegen direkt an die erfahrenen Spezialisten unserer Suchtklinik wenden. Ganz gleich, ob Sie selbst betroffen sind oder sich als Eltern Sorgen um Ihren Sohn oder Ihre Tochter machen – gern helfen unsere Experten Ihnen mit viel Einfühlungsvermögen und umfassendem Know-how weiter. Vereinbaren Sie bitte einen unverbindlichen Beratungstermin!

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"[...] Die Betreuung war außerordentlich gut. Besonders super fand ich die therapeutische Behandlung. Generell die ganze Klinik ist gut ausgestattet und es fehlt an rein garnichts. Das Personal ist ausgesprochen höflich genauso wie die Patienten untereinander. [...]"
"[...] Damals brachte mich mein Mann in die Klinik, die ich mir aufgrund dieser Erfahrungsberichte selber rausgesucht hatte. Dank der hochprofessionellen Therapie, die ich knapp vier Wochen lang genießen (!!) durfte, bin ich zurück im Leben. [...]"
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Die Therapieformen unserer Entzugsklinik haben sich weltweit bewährt

Wir wenden in unserer Sucht- und Entzugsklinik eine Therapieform an, die sich bereits unzählige Male auf der ganzen Welt bewähren konnte und ihre Anfänge in US-amerikanischen Einrichtungen wie z.B. dem Betty Ford Center hatte. Dabei handelt es sich um ein Therapiekonzept, das durch eine sehr hohe Anzahl an Einzeltherapien in erster Linie ganzheitlich und individuell orientiert ist und durch viele interessante Zusatzangebote ergänzt wird.





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