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Medikamentensucht: Wenn das Heilmittel zum Suchtmittel wird

Gemäß Jahrbuch Sucht 2017 gilt die Medikamentenabhängigkeit oder auch Tablettensucht als zweithäufigste Suchterkrankung in Deutschland; die Zahl der Abhängigen wird mittlerweile auf 1,4 bis 1,9 Millionen geschätzt. Fatal dabei ist, dass das Risiko an der heimlichen Sucht zu erkranken, mit zunehmenden Lebensalter kontinuierlich steigt, womit auch ältere Menschen (ab dem 65. Lebensjahr) betroffen sind. Ein Grund mehr, die Hintergründe und Ursachen der Medikamentensucht näher zu beleuchten.

Allgemeine Informationen zur Medikamentensucht

Was ist eine Medikamentensucht?

Wie bei allen anderen Süchten auch, entwickeln Medikamentenabhängige ein starkes Verlangen nach einer bestimmten Substanz, die in diesem Falle im Medikament gebunden ist. Die diagnostischen Kriterien und Symptome der Medikamentensucht sind der Alkoholsucht ähnlich. Verglichen mit dem Rauschmittel Alkohol verlaufen hier jedoch die Grenzen zwischen Heilmittel und Suchtmittel fließender, so dass vielen Betroffenen die Notwendigkeit eines Medikamentenentzugs nicht einmal bewusst ist.

Wie entwickelt sich eine Medikamentensucht?

Eine Medikamentenabhängigkeit entsteht meist schleichend und vom Patienten unbemerkt. Beim Arztbesuch wird über psychische Störungen wie Ängste oder über physische Störungen wie Schlafprobleme oder Schmerzen geklagt und um medikamentöse Unterstützung gebeten. In vielen Fällen stellt der zuständige Mediziner keine Ursache fest, behandelt lediglich die Symptome und stellt die Gefahr einer möglichen Medikamentensucht in den Hintergrund. Hier spricht man auch von einer iatrogenen Medikamentensucht, d. h. einer vom Arzt verursachten Abhängigkeit. Während der Einnahme verbessern sich zwar die Symptome, flackern aber aufgrund der nach wie vor vorhandenen Ursache nach dem Ende der medikamentösen Therapie wieder auf. Häufig kommt es zum Medikamentenmissbrauch, indem der Kranke die Dosis eigenmächtig steigert (Toleranzentwicklung mit folgender Hochdosisabhängigkeit) oder den Arzt wechselt und das Medikament unverhältnismäßig lange einnimmt. Meist bleibt die so entstandene Medikamentensucht bis zum manifesten Suchtstadium unerkannt, da durch die ärztliche Verordnung bei den betroffenen Menschen kein spezifisches Bewusstsein über die Risiken und Probleme des Medikamentenmissbrauchs besteht.

Wer ist von einer Medikamentensucht betroffen?

Spezifische Risikogruppen für eine medikamentöse Abhängigkeit sind kaum definierbar, klare Indikatoren sind schlecht auszumachen und eine spezielle „Suchtpersönlichkeit“ gibt es schon gar nicht. Allerdings ist davon auszugehen, dass bei zahlreichen Patienten die Grundlagen für eine mögliche Medikamentenabhängigkeit bereits in der Kindheit gelegt werden. Wer schon als Kind lernt, Unwohlsein und Beschwerden mit einer Tablette zu bekämpfen, wird auch später im Leben zu einem Medikament zu greifen, statt sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Weiterhin fühlen sich viele Menschen in ihren Beziehungs- und Arbeitsbedingungen überfordert, nicht zuletzt durch den Konkurrenzdruck unserer heutigen Leistungsgesellschaft. Besonders bei nicht ausreichender eigener Kompetenz, werden Beruhigungsmittel zur Bewältigung äußerer Belastungen und innerer Spannungen eingenommen. Häufig davon betroffen sind Frauen, die im Vergleich zum eher Alkohol konsumierenden starken Geschlecht, öfter den Arzt aufsuchen und sich Psychopharmaka verordnen lassen.

Weshalb steigt die Medikamentenabhängigkeit im Alter?

Vielfach entsteht eine Medikamentenabhängigkeit auch erst im Alter. Schließlich kommen hier abhängig machende Mittel aufgrund eines schlechter gewordenen Schlafs, altersbedingter Schmerzen oder psychologischer Störungen verstärkt zur Anwendung. Zusätzlich werden die verordneten Medikamente wegen des gesunkenen Stoffwechsels deutlich langsamer abgebaut, so dass viele Senioren ihre Arzneimittel in einer zu hohen Dosis zu sich nehmen. Dazu erhöht sich die Gefahr von Einnahmefehlern und Wechselwirkungen zwischen unterschiedlichen Medikamenten, die aufgrund mehrerer Krankheiten geschluckt werden. Besonders gravierend ist der Konsum von Sedativa übrigens bei Menschen, die in Alters- und Pflegeheimen leben.

Welche Medikamente machen abhängig?

Fünf Prozent aller Medikamente verfügen über ein eigenes Suchtpotenzial. Dazu gehören hauptsächlich Schlafmittel (Hypnotika), Beruhigungsmittel (Sedativa und Tranquilizer) und Schmerzmittel (Analgetika). Das höchste Suchtpotenzial besitzen dabei die sogenannten Benzodiazepine (Benzos) und die Z-Substanzen Zolpidem, Zoplicon und Zaleplon, die bereits in kleinen Dosen abhängig machen und bei Missbrauch Mehrfachabhängigkeiten bedingen können.

Benzodiazepine

Benzodiazepine wie Lorazepam (Tavor), Diazepam (Valium), Bromazepam (Lexotanil), Oxazepam (Adumbran) und Clonazepam (Rivotril) werden häufig bei Angsterkrankungen, Schlafstörungen, innerer Unruhe und hochgradigem Stress ärztlich verschrieben und sind auf Rezept in der Apotheke erhältlich. Auch bezeichnet als Tranquilizer oder Sedativa wirken sie angstlösend, beruhigend und entspannend und können das Leben der Betroffenen maßgeblich erleichtern. Daher wurden sie auch 1977 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in die Liste der unentbehrlichen Therapeutika aufgenommen. Allerdings können sie neben ihrer positiven Wirkung innerhalb kürzester Zeit zur physischen und psychischen Abhängigkeit führen und sollten daher maximal vier Wochen eingenommen werden. Besonders tückisch bei der Einnahme ist, dass die Benzodiazepine häufiger in immer höheren Dosen eingenommen werden müssen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. In einem solchen Fall lässt sich die Tablettensucht meist nur noch durch einen qualifizierten Medikamentenentzug beenden. Die häufigsten Symptome einer Benzodiazepinabhängigkeit sind:

  • Leistungsabfälle & Desinteresse
  • Stimmungsschwankungen & sozialer Rückzug
  • Persönlichkeitsveränderungen
  • Stürze & neurologische Ausfälle
  • Schwäche & Schwindel
  • Zittern & innere Unruhe
  • Schlaf- & Angststörungen
  • Kopfschmerzen & Übelkeit
  • Reizbarkeit & Krampfanfälle
  • Wirkungsumkehr

Z-Substanzen

Die sogenannten Z-Substanzen oder auch Z-Drugs besitzen eine andere chemische Zusammensetzung als die Benzodiazepine, erzeugen aber dieselbe Wirkung. Sie wurden in den 1990er Jahren als Alternative zu den umstrittenen Barbituraten und auch Benzodiazepinen entwickelt und wirken dämpfend und schlafanstoßend. Im Gegensatz zu ihrem Vorgängerprodukt beeinflussen Zopliclon, Zolpidem und Zaleplon nicht die einzelnen Schlafphasen und zählen daher heute zu den meist verordneten Schlafmitteln für Ein- und Durchschlafstörungen. Bei einer Zolpidem- oder Zoplicon-Abhängigkeit treten nach dem Absetzen des Mittels ähnliche Symptome auf wie bei einer Benzodiazepinabhängigkeit. Unerwünschte Wirkungen und Begleiterscheinungen einer Abhängigkeit sind:

  • Angst- & Spannungszustände
  • Schlafprobleme
  • Kopfschmerzen
  • Tremor
  • Nervosität
  • Verwirrung

Barbiturate

Auch Barbiturate gehören zu den Hypnotika, werden allerdings aufgrund ihrer hohen Risiken in der Regel nicht mehr als Schlafmittel verordnet, sondern allenfalls als Injektionsnarkotika oder Antiepileptika eingesetzt. Zu den bekanntesten Barbituraten zählen Thiopental, Methohexital und Phenobarbital. Bei zu hoher Dosierung droht eine lebensgefährliche Toxizität, die einen Atem- und Herzstillstand verursachen kann. Unter einer Langzeitanwendung kann sich eine starke Abhängigkeit mit folgenden Nebenwirkungen entwickeln:

  • Amnesie
  • Schwindel
  • Übelkeit & Erbrechen (allergische Reaktionen
  • Hautreaktionen
  • Leberfunktionsstörungen

Opiate & Opioide

Opiate und Opioide werden bei besonders starken und chronischen Schmerzen verordnet und erzeugen eine stimmungshebende Wirkung. Während Opiate Substanzen sind, die chemisch vom natürlichen Opium abstammen, welches aus Schlafmohn gewonnen wird, sind Opioide synthetische Stoffe, die den Opiaten sehr ähnlich sind. Häufig wird der Begriff Opioide jedoch auch für beide Gruppen verwendet. Zur Gruppe der Opiate und Opioide zählen hauptsächlich die Schmerzmittel Morphin, Codein, Sufentanil, Fentanyl, Tilidin, Tramadol und Buprenorphin. Ähnlich wie Benzodiazepine und Z-Medikamente können auch Opiate und Opioide sehr schnell zu einer Medikamentensucht führen. Da sie in einer Überdosis lebensgefährlich sind und bei einer häufigen Einnahme als Nebenwirkung einen Dauerkopfschmerz erzeugen können, müssen sie unter strenger ärztlicher Aufsicht eingenommen werden. Klassischerweise äußert sich die Abhängigkeit von Opioiden u. a. in folgenden Symptomen:

  • Intensivierter Schmerzempfindsamkeit (Hyperalgesie)
  • Stimmungstiefs / Stimmungsschwankungen
  • Bewusstseinsstörungen
  • Innere Unruhe und Angst
  • Zittern
  • Übelkeit
  • Schlafstörungen

Was ist eine Kreuztoleranz?

Bei einer Langzeiteinnahme von Medikamenten mit hohem Suchtpotenzial muss bei einigen Wirkstoffen die Dosierung nach und nach erhöht werden, um dasselbe Ergebnis zu erzielen. Hier spricht man von einer Toleranzentwicklung. Besonders fatal ist dieser Teufelskreis bei gleichzeitiger Anwendung von Substanzen mit ähnlichen Wirkmechanismen, denn hier verstärken sich die Toleranzen gegenseitig und diese können zu Mehrfachabhängigkeiten führen. Schließlich müssen für den Behandlungserfolg die Dosierungen beider Medikamente gesteigert werden. So bestehen Kreuztoleranzen zwischen Alkohol, Barbituraten und Benzodiazepinen oder zwischen den Opioiden Codein, Morphein und Heroin.

Folgen der Medikamentenabhängigkeit

Welche Spätfolgen entstehen durch eine  Medikamentensucht?

Als mögliche Folgen einer Suchtkrankheit werden meist lediglich die akuten körperlichen und psychischen Beschwerden und Entzugssymptome geschildert. Die durch eine Medikamentensucht verursachten Probleme sind jedoch viel gravierender und sollten daher keineswegs auf die leichte Schulter genommen werden. So kann es unter Umständen zu

  • einer erhöhten Unfall- und Sturzgefahr,
  • einem gesteigerten Selbstmordrisiko,
  • schweren Organschäden (Magenbeschwerden, Leberschädigungen, Nierenversagen…),
  • Arbeitsplatzverlust & Arbeitslosigkeit,
  • Partnerschaftsproblemen,
  • vermehrtem Aggressionspotenzial und
  • Verwahrlosung durch Gleichgültigkeit

kommen. Patienten, die bei sich unerwünschte Wirkungen feststellen oder sich bei der Einnahme nicht an die ärztlichen Vorgaben halten, tun also gut daran, sich im ersten Schritt eine mögliche Abhängigkeit einzugestehen und kompetente Unterstützung zu suchen. Je kürzer die Einnahmezeit, desto leichter ist es, den süchtig machenden Wirkstoff abzusetzen. Aber auch nach der längeren Anwendung eines bestimmten Medikaments ist eine erfolgreiche Suchttherapie möglich.

Diagnose der Medikamentensucht

Wie erkennt man eine Medikamentensucht?

Im Gegensatz zur Alkoholsucht gibt es bei einer Tablettensucht teilweise keine offensichtlichen Anzeichen; man spricht daher auch von einer eher heimlichen Sucht. Besonders schwer ist eine sogenannte Niedrigdosisabhängigkeit zu diagnostizieren. Hier ist der Kranke süchtig nach dem Arzneimittel, obwohl er die Dosis nicht ändert oder steigert und im ärztlich vorgegebenen Rahmen einnimmt. Warnzeichen für die Niedrigdosisabhängigkeit ist der Medikamentenkonsum über einen längeren Zeitraum ohne Wirkungsverlust. Ein erster Anhaltspunkt für die Diagnostik einer Abhängigkeit oder eines Missbrauchs ist eine Patientenbefragung durch den behandelnden Arzt, in der u. a. die tägliche Dosis, mögliche Nebenwirkungen, die Wirksamkeit und viele weitere Kriterien abgefragt werden.

Was ist eine Medikamentenabhängigkeit nach ICD 10

Als Medium zur Diagnosefindung dient die internationale Klassifikation von Krankheiten (kurz ICD 10), welche weltweit gültig ist, von der Weltgesundheitsbehörde herausgegeben wird und dem Mediziner anhand vordefinierter Kriterien eine genaue Diagnose ermöglicht.

Gemäß ICD 10 liegt eine Tablettensucht immer dann vor, wenn während des vergangenen Jahres mindestens drei der nachfolgenden Kriterien erfüllt wurden:

  • Physische Entzugssymptome bei Beendigung oder Reduzierung der Medikamenten-Therapie
  • Toleranzentwicklung, d. h. die anfangs niedrige Dosierung muss nach und nach erhöht werden, um dieselben Resultate zu erzielen
  • Zwanghafter Wunsch, eine bestimmte Substanz zu konsumieren. Hier spricht man auch von Craving.
  • Fortschreitende Vernachlässigung von Interessen zugunsten der Sucht
  • Hoher Zeitaufwand, um den Wirkstoff zu beschaffen oder einzunehmen
  • Verringerte Kontrolle bzgl. Beginn, Beendung und Menge des Verbrauchs
  • Fortführung des Konsums trotz nachgewiesener somatischer oder psychischer Beeinträchtigungen

Behandlung der Tablettensucht

Wie verläuft der Entzug bei einer Medikamentenabhängigkeit?

Als Suchtklinik erleben wir jeden Tag, wie schwierig und langwierig der Entzug psychotroper Medikamente sein kann. Je länger die Abhängigkeit besteht, desto belastender ist die Entgiftung. Die Entzugssymptome sind meist völlig individuell und abhängig vom konsumierten Wirkstoff. Einige Medikamente können Depots von zwei bis drei Wochen aufbauen, so dass unter Umständen erst nach diesem Zeitraum Entzugserscheinungen auftreten. Daher dauert der Medikamentenentzug in der Regel deutlich länger als der Alkoholentzug und sollte immer mit professioneller Hilfe erfolgen.

Welche Entzugsphasen gibt es?

Der Weg aus einer Suchterkrankung ist meist langwierig und verläuft in mehreren, chronologisch aufeinander aufbauenden Schritten:

  1. Motivation
    Erkenntnis des Suchtverhaltens und die Entscheidung, sich Hilfe zu suchen
  2. Entgiftung
    Physische Detoxikation unter medizinischer und psychologischer Aufsicht
  3. Entwöhnung
    Behandlung von psychischer Abhängigkeit und möglichen Begleiterkrankungen
  4. Nachsorge
    Ambulante Stabilisierung und Rehabilitierung

Gerne unterstützen wir Sie und Ihre Angehörigen in allen vier Phasen. Wir beraten Sie vorab im persönlichen Gespräch oder über unsere Hotline, führen Sie in unserer Entzugsklinik kompetent und einfühlsam durch die Entgiftung und Entwöhnung und erarbeiten danach gemeinsam mit Ihnen einen Nachsorgeplan. Mehr über die einzelnen Phasen des Medikamentenentzugs erfahren Sie unter „Die 4 Phasen des Entzugs“.

Welche psychischen Begleiterscheinungen (Komorbiditäten) können auftreten?

Ebenso wichtig wie der eigentliche Entzug ist die Behandlung psychischer Begleiterkrankungen, die bisher durch die süchtig machende Substanz unterdrückt wurden. Hier spricht man auch von Komorbiditäten. Besonders häufig entstehen nach Aussagen des Fachverbandes Sucht:

  • Depressionen & Burnout
  • Persönlichkeitsstörungen & Psychosen
  • Angststörungen

Essenziell für ihre Bewältigung ist die begleitende Unterstützung durch eine Psychotherapie. Häufig besteht auch die profunde Sorge, ohne das suchterzeugende Medikament den Alltag nicht bewältigen zu können. Hier empfiehlt sich ein Angstbewältigungstraining, welches beim Suchtkranken Vertrauen in die eigenen Bewältigungsstrategien schafft. Der Patient lernt wieder, sich und den eigenen Körper zu spüren, Gefühle und Bedürfnisse differenzierter wahrzunehmen und auszudrücken, Konflikte zu bearbeiten und neue kompatiblere Problemlösungen zu finden. Beispielsweise wird er seelischen Schmerz nicht mehr als körperlichen wahrnehmen und ihn nicht mehr mit Schmerzmitteln behandeln, sondern Gefühle wie Trauer oder Wut spüren.

Nachsorge der Medikamentensucht

Wie geht es nach dem Entzug weiter?

Sei es durch eine Selbsthilfegruppe oder einen Nachsorgetherapeuten: Nach dem Medikamentenentzug gilt es, den Therapieerfolg und die Entgiftung langfristig zu stabilisieren. Betroffene müssen lernen, bei Stress oder Anspannung nicht zu Tabletten zu greifen, sondern auf alternative Bewältigungsmethoden zurückzugreifen. Die bei uns eingeleitete „Freizeittherapie“ zur Etablierung einer besseren Work-Life-Balance sollte fortgesetzt werden und sich gezielt auf Genuss, Freude und ein positives Erleben fokussieren. Ob eine dauerhafte Abstinenz erreicht werden kann, hängt dabei maßgeblich von den individuellen Umständen und dem sozialen Umfeld des Suchtkranken ab. Ist dieser bereit, aktiv mitzuwirken, bestehen gute Chancen, den Entzug zu stabilisieren.

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"[...] Die Betreuung war außerordentlich gut. Besonders super fand ich die therapeutische Behandlung. Generell die ganze Klinik ist gut ausgestattet und es fehlt an rein garnichts. Das Personal ist ausgesprochen höflich genauso wie die Patienten untereinander. [...]"
"[...] Damals brachte mich mein Mann in die Klinik, die ich mir aufgrund dieser Erfahrungsberichte selber rausgesucht hatte. Dank der hochprofessionellen Therapie, die ich knapp vier Wochen lang genießen (!!) durfte, bin ich zurück im Leben. [...]"
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Wir wenden in unserer Sucht- und Entzugsklinik eine Therapieform an, die sich bereits unzählige Male auf der ganzen Welt bewähren konnte und ihre Anfänge in US-amerikanischen Einrichtungen wie z.B. dem Betty Ford Center hatte. Dabei handelt es sich um ein Therapiekonzept, das durch eine sehr hohe Anzahl an Einzeltherapien in erster Linie ganzheitlich und individuell orientiert ist und durch viele interessante Zusatzangebote ergänzt wird.




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