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Alkohol und Drogen: Gefährliche Kombination mit hoher Suchtgefahr

Der Konsum illegaler Drogen in Verbindung mit Alkohol ist keine Seltenheit. Studien zeigen, dass die Kombination alkoholischer Getränke mit mindestens einem illegalen Rauschmittel bei vielen Menschen vertreten ist. So berichten über 90 % aller Befragten, mindestens einmal Alkoholika gemeinsam mit einer illegalen Droge konsumiert zu haben. Eine Mischung aus Alkohol und Drogen birgt jedoch noch erheblich höhere Risiken, als der Gebrauch der einzelnen Substanzen. Schließlich sind die möglichen Wechselwirkungen der Wirkstoffe unvorhersehbar und können schlimmstenfalls zum Tod führen.

Wie wirkt Alkohol in Verbindung mit bestimmten Drogen?

Zwar ist die Wirkung einzelner Substanzen wie Alkohol, Cannabis, Kokain, Heroin und Amphetamine hinlänglich bekannt. Jedoch sind die Wechselwirkungen bei einem gemeinsamen Konsum noch nicht ausreichend erforscht, um die spezifischen Folgen einer Drogen- und Alkoholsucht konkret abschätzen zu können. Mediziner sind sich allerdings darin einig, dass die Einnahme von Drogen und Alkohol für den Körper eine extreme Belastung darstellt. Und tatsächlich geht die Mehrheit der Todesfälle durch klassische Partydrogen auf einen Mischkonsum mit alkoholhaltigen Getränken zurück.

Alkohol und Cannabis

Die häufigste Substanzkombination ist Cannabis und Alkohol. So scheinen Alkoholika die THC-Aufnahme des Körpers zu erhöhen und dadurch die Wirkung von Cannabis zu verstärken. Die Folgen sind unter anderem eine Abnahme von Motorik, Reaktionsvermögen und geistiger Leistungsfähigkeit. So können Körpersignale nicht mehr richtig wahrgenommen werden und das Maß für die Konsummenge geht verloren. Große Mengen Ethanol und Cannabis führen häufig zu akuten gesundheitlichen und psychischen Problemen, die sich in folgenden Symptomen äußern können:

  • Starke Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Kreislaufkollaps
  • Teilnahmslosigkeit
  • Depressionen
  • Halluzinationen

Alkohol und (Met)Amphetamine

Bei einem Missbrauch von Alkohol und Amphetaminen wie Speed bzw. Metamphetaminen wie Crystal Meth ist die Wahrnehmung der Warnsignale des Körpers ebenfalls massiv gestört. So fühlen sich die Betroffenen selbst bei einem erheblichen Schlafmangel völlig wach. Dieser Eindruck täuscht jedoch und kann zu riskanten Verhaltensweisen, zum Beispiel Autofahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss verleiten. Darüber hinaus wird die Wirkung des Alkohols nicht mehr wahrgenommen, sodass die Konsumenten immer größere Mengen alkoholischer Getränke trinken. Die Folgen sind:

  • Erhebliche Beeinträchtigungen des Reaktionsvermögens
  • Dehydration
  • Wärmestau
  • Leber- und Nierenprobleme
  • Alkoholvergiftung

Alkohol und Ecstasy (MDMA)

Die Mischung Ethanol und Ecstasy (MDMA) führt dazu, dass der Körper übermäßig schwitzt und dadurch austrocknen kann. So beeinträchtigt MDMA die Temperaturregulierung des Körpers und der Alkohol entzieht ihm zusätzlich Flüssigkeit. Auch für Leber und Nieren stellen Alkoholika und Ecstasy eine extreme Belastung dar, die fatale Folgen für die Gesundheit haben kann. Mögliche Auswirkungen sind:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Wärmestau
  • Akute Kreislaufprobleme
  • Hitzschlag
  • Schwere Leberschäden
  • Nierenschäden bis zum Nierenversagen
  • Alkoholvergiftung
  • Gedächtnisstörungen

Alkohol und Kokain

Die parallele Einnahme von Alkohol und Kokain beschleunigt die Austrocknung des Körpers ebenfalls und unterdrückt die Wahrnehmung der Alkoholwirkung. Die Folgen dieses Mischkonsums können sein:

  • Überhitzung
  • Starke Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens
  • Selbstüberschätzung
  • Erhöhte Gewaltbereitschaft
  • Alkoholvergiftung

Ebenso entsteht der Stoff Cocaethylen, der eine ähnliche Wirkung wie Kokain selbst hat und die Herzfrequenz des Konsumenten weiter erhöht. Gefährlich ist Cocaethylen auch, weil es eine längere Halbwertszeit hat als Kokain, also länger im Blutkreislauf verbleibt und seine (erwünschten wie unerwünschten) Wirkungen somit länger aufrechterhalten werden.

Alkohol und Heroin

Der gemeinsame Konsum von Alkohol und Heroin führt zu einer Verstärkung der Einzelwirkungen und der Nebenwirkungen beider Substanzen. So wirkt das Heroin als Opioid-Agonist durch das Andocken am Opioid-Rezeptor dämpfend auf den Atemreflex. Ethanol hemmt zusätzlich die Reizübertragung, d. h. auch den Atemreflex steuernden Reiz. Gehirn und Atmung werden auf diese Weise zweifach ausgebremst. Es drohen lebensgefährliche Folgen wie:

  • Bewusstlosigkeit bis Koma
  • Atemstillstand
  • Herzstillstand

Was sind die Langzeitfolgen von Drogen und Alkohol in Kombination?

Bei länger andauerndem und hoch dosiertem Mischkonsum psychoaktiver Substanzen zeigen sich je nach Art der Suchtstoffe Unterschiede in den Langzeitfolgen. So ist beispielsweise bei Menschen, die über einen längeren Zeitraum hinweg koksen und trinken, oft eine emotionale Verhärtung zu beobachten, die sich am besten mit seelischer Kälte beschreiben lässt. Beim Konsum von Alkohol und Ecstasy (MDMA) drohen dagegen langfristige Gedächtnisstörungen, die teilweise irreversibel sind.

Was bewirken Drogen und Alkohol in der Schwangerschaft?

Besonders gefährlich ist das Zuführen von Alkohol und Drogen in der Schwangerschaft. Schließlich gefährden werdende Mütter, die während der Schwangerschaft beide Suchtmittel konsumieren, nicht nur sich selbst, sondern auch ihr ungeborenes Kind. So besteht ein hohes Risiko für Fehl- bzw. Frühgeburten und für körperliche und geistige Behinderungen des Neugeborenen. Die Kinder von mehrfachabhängigen Müttern leiden nach ihrer Geburt häufig am Entzugssyndrom, werden mit Fehlbildungen geboren oder sterben öfter am plötzlichen Kindstod.

Zu den weiteren, anteilig weniger schwerwiegenden Folgen zählen u. a.

  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Wachstumsstörungen
  • Verzögerte Krabbel- und Lauffähigkeit
  • Verlangsamte Sprachentwicklung
  • ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-/Hyperaktivitätsstörung)
  • Legasthenie
  • Dyskalkulie

Wie gefährlich sind Alkohol und Drogen im Straßenverkehr?

Ein Wirkstoff-Cocktail aus Alkohol und Drogen stellt eine besondere Gefahr für den Straßenverkehr dar. Schließlich besteht bereits beim alleinigen Substanz-Gebrauch ein erhöhtes Unfallrisiko, das sich bei gleichzeitigem Konsum um ein Vielfaches potenziert. So hat jede Droge spezifische Wirkungen, welche die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Dazu gehören u. a.

  • Eine starke Blendungsempfindlichkeit bei Amphetaminen
  • Erschöpfungszustände bis hin zum Sekundenschlaf bei Amphetaminen und Heroin
  • Störungen der Muskelbewegungen bei Heroin
  • Eine nachlassende Konzentration und verminderte Aufmerksamkeit bei Kokain
  • Eine Wahrnehmungsausrichtung auf irrelevante Nebenreize bei Cannabis

Weiterhin können konsumbedingte Wechselwirkungen bei einer Teilnahme am Straßenverkehr auftreten, so dass die Fahrtauglichkeit aufgrund eines schlechten Gesundheitszustandes sehr häufig massiv eingeschränkt werden kann.

Deshalb sieht der Gesetzgeber schon beim isolierten Konsum illegaler Drogen im Straßenverkehr schwerwiegende rechtliche Konsequenzen vor, die natürlich auch dann gelten, wenn zum illegalen Drogenkonsum noch alkoholhaltige Getränke hinzukommen. Das gilt unabhängig von der Art und Menge der Drogen, denn – anders als bei Alkohol – gibt es für Drogen keine Grenzwerte (Ausnahme: Cannabis), ab denen eine Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit vorliegt.

Was passiert bei Alkohol und Drogen am Arbeitsplatz?

Wenn nur wenig Zeit zwischen Konsum und Arbeitsbeginn liegt, zeigen sich die Wirkungen des Alkohol- und Drogengebrauchs auch am Arbeitsplatz. Gefährlich wird dies vor allem bei Tätigkeiten, die eine schnelle Reaktion und große Sorgfalt verlangen und mit einem hohen Unfallrisiko behaftet sind. Typische Beispiele sind Arbeiten auf Baustellen und Gerüsten, an Maschinen und natürlich in Fahrzeugen.

Grundsätzlich darf der Arbeitgeber einschreiten, sobald Drogen und Alkohol Arbeitsleistung und Arbeitsverhalten beeinträchtigen. Das gilt auch, wenn der Konsum in der Freizeit, also außerhalb der Arbeitszeiten, stattfand. Besteht ein Verdacht auf Drogen- und/oder Alkoholprobleme ist der Vorgesetzte gemäß seiner Fürsorgepflicht dazu angehalten, den Mitarbeiter unverzüglich anzusprechen und gemeinsam eine Lösung des Problems zu erarbeiten. Bei wiederholt schlechter Arbeitsleistung darf der Arbeitgeber auch eine Abmahnung ausstellen. In schwerwiegenden Fällen kann es zu einer ordentlichen oder außerordentlichen Kündigung kommen. Dies gilt allerdings nur, insofern keine Suchterkrankung vorliegt. In diesem Falle ist eine Kündigung nur dann berechtigt, wenn davon auszugehen ist, dass der Betroffene dauerhaft nicht mehr in der Lage sein wird, seine Arbeitsleistung ordnungsgemäß zu erfüllen oder wenn er einen Entzug und eine ärztliche Unterstützung strikt ablehnt.

Meist verschlechtert sich auch das Verhältnis zu den Arbeitskollegen, wenn Alkohol und Drogen im Spiel sind. So bemerken die Kollegen vielfach Verhaltensänderungen, die dem Betroffenen selbst oft gar nicht bewusst sind, aber typische Anzeichen für einen Drogen- und Alkoholkonsum sind. Hierzu gehören u. a.:

  • Wahrnehmungs- und Konzentrationsstörungen
  • Distanzloses Verhalten
  • Redseligkeit
  • Unausgeglichenheit und Gereiztheit
  • Selbstüberschätzung
  • Unpünktlichkeit
  • Häufige Fehlzeiten
  • Rauschzustände
  • Verringerte Arbeitsleistung
  • Schlechte Arbeitsqualität
  • Offenbar grundlose finanzielle Probleme

Ein Einsatz von Drogen und Alkohol, der sich am Arbeitsplatz bemerkbar macht, sollte unverzüglich behandelt werden. Dies gilt auch, wenn noch keine Sucht entstanden ist. Schließlich birgt der Verlust des Arbeitsplatzes ein hohes Risiko, sozial abzusteigen und aufgrund der zunehmenden Isolation und Unzufriedenheit vermehrt zum Suchtmittel zu greifen. Ist diese Abwärtsspirale einmal angestoßen, führt sie in vielen Fällen unweigerlich in eine mehrfache, manifeste Abhängigkeit.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Alkohol und Drogen: BehandlungsmöglichkeitenDer Entzug bei einer Alkohol- und Drogensucht ist selten leicht. Schließlich muss der Körper zeitgleich von mehreren Substanzen entgiftet werden, so dass sich die Entzugserscheinungen potenzieren können. Dennoch sollten sich die Betroffenen davon nicht abschrecken lassen, denn der Weg in ein suchtfreies Leben lohnt sich immer. Um die Entzugserscheinungen so gering wie möglich zu halten und den Suchtkranken optimal auf einen abstinenten Alltag vorzubereiten, ist allerdings die Behandlung in einer spezialisierten Suchtklinik wie der My Way Betty Ford Klinik dringend zu empfehlen. Der Drogen- und Alkoholentzug wird hier engmaschig kontrolliert, medikamentös unterstützt und therapeutisch begleitet.

Neben dem körperlichen Entzug und der Aufarbeitung psychische Suchtursachen sind bei der Behandlung von Mehrfachabhängigkeiten grundsätzlich noch weitere Besonderheiten zu beachten. Zum einen leiden viele Patienten unter erheblichen kognitiven Einschränkungen, die durch den anhaltenden Konsum psychotroper Substanzen verursacht wurden und bei der Therapie berücksichtigt werden müssen. Zum anderen haben die Betroffenen zum Teil seit langer Zeit keinen geregelten Schlaf-Wach-Rhythmus mehr und müssen diesen erst wieder erlernen. Auch der Behandlung psychischer Komorbiditäten, wie depressiver Verstimmungen und/oder Persönlichkeitsstörungen kommt im Vergleich zu einer singulären Sucht deutlich mehr Gewicht zu.

Essentiell bedeutsam sind auch eine umfassende Rückfallprävention und ein tragfähiges Nachsorgekonzept.

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