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Alkoholmissbrauch: Einstieg in die Alkoholabhängigkeit?

Das Trinken und der Genuss von Alkohol gehören bei vielen Menschen zum Alltag: Das Feierabendbier genauso wie der Sekt zum Geburtstag oder andere alkoholische Getränke zum Feiern. Gegen ein Glas Wein oder Bier ab und zu ist auch medizinisch nichts einzuwenden. Bei einigen Menschen jedoch sind die Trinkmenge und das Trinkverhalten auffällig exzessiv. Sie trinken regelmäßig Alkohol und/oder in so großen Mengen, dass sie sich selbst und später zumeist auch ihrer Umwelt schaden. Obwohl der Alkoholmissbrauch nicht mit der Alkoholkrankheit gleichzusetzen ist, führt er oft auf direktem Weg in die Abhängigkeit. Wichtig für die Betroffenen ist es daher, das Problem zu erkennen, es nicht zu leugnen und sich frühzeitig Hilfe zu suchen.

Was ist der Unterschied zwischen Alkoholmissbrauch und Alkoholsucht?

Der Übergang vom Missbrauch (schädlichen Gebrauch) zur Sucht ist sehr häufig fließend und wird nicht nur an der Trinkmenge festgemacht. Eine Alkoholsucht ist gekennzeichnet durch die Unfähigkeit, die Menge an Alkohol und das Trinkverhalten dauerhaft kontrollieren und steuern zu können. Hier spricht man vom sogenannten Kontrollverlust, welcher das bedeutsamste von weiteren Kriterien abbildet, die zur Krankheitsdefinition zählen. Zum schädlichen Alkoholgebrauch zählt jeder Konsum – egal, in welcher Menge – der zu Folgeschäden seelischer oder körperlicher Natur, führt. Das können unter anderem Arbeitsverlust, Trennung vom Partner, Verkehrsunfälle, körperliche Erkrankungen oder auch psychische Schäden wie Wutanfälle oder Depressionen sein. Oftmals ist den Betroffenen gar nicht bewusst, dass bei ihnen ein Alkoholabusus vorliegt. Sie selbst empfinden ihren Umgang mit dem Alkohol als unproblematisch.

Wann liegt ein Alkoholabusus nach ICD-10 vor?

Die International Classification of Diseases der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist ein weltweit anerkanntes Klassifikationssystem für Diagnosen. Gemäß ICD-10 gelten für einen Alkoholabusus folgende diagnostische Kriterien:

  • Der Alkoholkonsum hat bereits zu einer körperlichen oder psychischen Gesundheitsschädigung geführt.
  • Der Alkoholmissbrauch muss seit mindestens einem Monat bestehen oder wiederholt in den letzten 12 Monaten aufgetreten sein.
  • Eine Alkoholsucht muss ausgeschlossen sein.

Wie viel Alkohol ist unbedenklich?

Alkohol ist das am weitesten verbreitete Genussmittel in unserer Gesellschaft. Statistiken zufolge trinkt jeder Deutsche knapp zehn Liter reinen Alkohol im Jahr, d. h. ca. eine Badewanne voll mit Bier oder Wein. Die Wirkung und die Folgen des Konsums werden jedoch von den meisten Menschen unterschätzt. Die Übergänge vom risikoarmen Alkoholkonsum bis hin zu einem Alkoholproblem sind fließend; im schlimmsten Fall kommt es zu einer Abhängigkeit. Als unbedenklich gelten ein Glas Alkohol pro Tag für Frauen, und zwei Gläser für Männer. Dabei handelt es sich allerdings lediglich um einen Richtwert, denn jeder Mensch verträgt eine unterschiedliche Menge an Alkohol. So spielen neben der konsumierten Menge Alkohol auch die Abbaugeschwindigkeit und das Alter eine große Rolle für die Alkoholverträglichkeit.

Wann spricht man von Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen?

Besonders schädlich ist der regelmäßige Alkoholkonsum bei jungen Menschen und Kindern. Daher sollten Jugendliche alkoholische Getränke und Alkopops nach Möglichkeit meiden, Kinder dürfen gar keinen Alkohol trinken. Leider sieht die Wirklichkeit in Deutschland ganz anders aus. Schließlich ist das Austesten von Alkohol und das Überschreiten von Grenzen bei vielen Jugendlichen während der Pubertät völlig normal. Einige Kinder ahmen das Trinkverhalten der Eltern nach und greifen bereits in jungen Jahren zur Flasche. Hier sind die Folgen besonders dramatisch, denn bei Kindern können bereits geringe Mengen Alkohol schwere Schädigungen und Vergiftungen nach sich ziehen. Aber auch bei Jugendlichen, während der noch nicht beendeten Entwicklungsphase, kann der Alkoholkonsum Konsequenzen für die körperliche, geistige und psychische Entwicklung haben. Gemäß Jugendschutzgesetz dürfen daher Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren keinerlei Alkohol konsumieren, ab 16 Jahren sind Bier und Wein erlaubt. Hochprozentige Alkoholika sind erst ab 18 Jahren zulässig.
Während es bei den meisten Jugendlichen beim Ausprobieren bleibt, fehlt bei anderen Jugendlichen die gesundheitliche Aufklärung über die Risiken und Gefahren des Alkohols komplett. Für sie gehört das Rauschtrinken auf Partys und in der Disco zum Alltag. Es kommt zu Exzessen wie Komasaufen oder Binge-Drinking, die nicht selten in einer akuten Alkoholintoxikation münden. Neben den gesundheitlichen Risiken steigt durch frühes Trinken auch die Gefahr, dass der schädliche Gebrauch von Alkohol im Erwachsenenalter zur Gewohnheit wird und zur faktischen Abhängigkeit von Alkohol führt.

Was können betroffene Eltern bei Alkoholmissbrauch tun?

Sollten Eltern den Verdacht hegen, dass ihr Kind zu viel Alkohol konsumiert, bedürfen sie unbedingt professioneller Hilfe. Diese erhalten sie bei einer Suchberatungsstelle oder auch direkt in einer Suchtklinik. Unspezifische Hinweise auf einen Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen können sein:

  • Vergesslichkeit
  • Veränderung des Freundeskreises
  • Hobbys werden nicht mehr ausgeübt
  • Schulschwänzen
  • Hoher Geldbedarf
  • Filmrisse nach Alkoholkonsum
  • Vermehrte Aggressivität, Wutanfälle

Welche Schädigungen entstehen durch chronischen Alkoholabusus?

Auch Erwachsene mit starkem Alkoholkonsum riskieren gesundheitliche Folgeschäden, die in vielen Fällen unumkehrbar sind. Ebenso verkürzt sich meist auch die Lebenszeit.

Die Leber als Entgiftungsorgan des Körpers ist für den Abbau des Alkohols verantwortlich und von übermäßigem Alkoholkonsum primär betroffen. In vielen Fällen kann sie ihrer Aufgabe aufgrund der Menge und der Häufigkeit des Alkoholkonsums nicht mehr nachkommen und verfettet und verhärtet sich. Es kommt zur gefürchteten Fettleber, die sich aber bei Alkoholverzicht wieder regenerieren kann. Bei weiterem Alkoholkonsum entwickelt sich aus der Fettleber eine Leberzirrhose, bei der die Leber schrumpft und der Entgiftung nicht mehr nachkommen kann.

Ferner nimmt das Gehirn bei übermäßigem Alkoholkonsum Schaden. Schließlich sterben bei jedem Rausch Millionen von Gehirnzellen ab. Wird über einen längeren Zeitraum zu viel Alkohol konsumiert, lassen Konzentration, Gedächtnis und Urteilsvermögen nach.

Auch die Persönlichkeit kann sich durch erhöhten Alkoholgenuss zum Negativen verändern. So gehören Wutanfälle, Reizbarkeit, Eifersucht, Unruhe, Unzuverlässigkeit, Ängste und Depressionen zu den häufigsten Begleiterscheinungen des Alkoholmissbrauchs.

Menschen mit einem hohen Alkoholkonsum erkranken überdurchschnittlich häufig an Krebs. Hauptsächlich sind Mund- und Rachenraum, Speiseröhre, Darm, Leber und die weibliche Brust von einer alkoholbedingten Krebsentwicklung betroffen. Zudem begünstigt Alkoholmissbrauch die Entstehung von Bluthochdruck und Herzerkrankungen sowie das Auftreten von Entzündungen des Magens und der Bauchspeicheldrüse.

Bei Männern kann ferner die Potenz durch den Alkoholmissbrauch nachhaltig gestört sein, bei Frauen führt der Konsum während der Schwangerschaft zu schweren Schädigungen des Neugeborenen.

Wie wird ein schädlicher Alkoholgebrauch behandelt?

Der erste Schritt ist der schwierigste. Viele Betroffene wollen zunächst nicht wahrhaben, dass sie ein sogenanntes Alkoholproblem haben. Es fällt ihnen schwer, sich einzugestehen, dass sie Hilfe benötigen, haben Angst vor der Therapie oder schämen sich. Je früher Menschen mit Alkoholkonflikten Hilfe suchen, desto besser sind die Erfolgsaussichten. Schließlich ist ein schädlicher Gebrauch von Alkohol leichter zu überwinden als eine Alkoholabhängigkeit. Die Therapie des Alkoholmissbrauchs besteht wie bei der Alkoholabhängigkeit in einem qualifizierten Alkoholentzug. Eine stationäre Behandlung des schädlichen Gebrauchs von Alkohol hat den immensen Vorteil, dass sich in den empfohlenen vier Wochen adäquat Zeit findet, in Einzel- und Gruppentherapien engmaschig zu erarbeiten, welche Ursachen zum Alkoholmissbrauch geführt haben und wie alternative Lösungsmöglichkeiten aussehen können. Ebenso zur Therapie gehört eine umfassende Form der Rückfallprävention.

Was sind mögliche Indikationen für eine Alkoholtherapie?

  • Blackout nach übermäßigem Alkoholkonsum
  • Immer größere Alkoholmengen werden getrunken
  • Unruhe, wenn nichts getrunken wurde
  • Konflikte mit Partnern, Familienangehörigen oder Freunden über das Thema Alkohol
  • Kein Interesse mehr an Hobbys
  • Schlafstörungen oder depressive Verstimmungen
  • Unerklärliche Wut oder Eifersucht

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