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Cannabis: Die vielfach unterschätzte Droge

Cannabis zu bekommen, ist heutzutage nicht schwer. Auf den Schulhöfen und Universitätsgeländen, in Parks oder über den Lieferdienst – praktisch an jeder Ecke kann man Haschisch oder Marihuana kaufen. Auch das Geschäft mit dem Eigenanbau boomt: Indoor-Growing heißt das Zauberwort. Wer kiffen will, züchtet sich die benötigten Cannabis-Pflanzen ganz einfach im eigenen Gewächshaus. Studien und Umfragen zeigen überdies, dass ein wachsender Anteil der deutschen Bevölkerung für eine Legalisierung von Cannabis ist. Unterschätzt wird dabei häufig die Gefahr für die Konsumenten. Die negativen Folgen von Cannabis können enorm sein und bleibende psychische Schäden hervorrufen. Doch welche Risiken birgt der Cannabiskonsum eigentlich genau und warum wird die Droge von vielen derart unterschätzt?

Wie wirkt das Dope?

Für Cannabis gibt es viele Namen. Gängig sind neben Dope und Weed auch Gras, Hecke oder Pot. Unabhängig davon wird Cannabis meist entweder geraucht oder als Keks gekaut und somit über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Je nach Konzentration des THC-Gehalts und der bisherigen Erfahrung mit der pflanzlichen Droge, kann die Wirkung enorm sein. Dabei sind Gefühls- und Gedankenwelt gleichermaßen betroffen. Wer kifft, fühlt sich anderen Personen oft sehr nahe und intensiv verbunden. Darüber hinaus erleben Konsumenten häufig Glücksgefühle mit euphorischen Anflügen, die als „High“ bezeichnet werden. Auch tief empfundene Entspannungsmomente, die wiederum unter dem Begriff „Stoned“ zusammengefasst werden, lassen sich durch den Cannabiskonsum hervorrufen. Schmerzempfinden, Stress, Einschlafstörungen, schlechte Laune – all das gehört nach Ansicht vieler Kiffer der Vergangenheit an, sobald sie den ersten Joint rauchen. Dabei ist die Cannabis-Wirkung beim Inhalieren von Dampf oder Rauch mit dem Cannabinoid THC bereits nach wenigen Minuten spürbar.

Für die durchschlagende Wirkung von Marihuana und Haschisch ist eben dieses THC (Tetrahydrocannabinol) verantwortlich. Hierbei handelt es sich um eine psychoaktive Substanz, die direkt auf zwei Rezeptoren im menschlichen Körper wirkt. Dort setzt sie sich fest und hat anschließend einen entscheidenden Einfluss auf die Übertragung von Signalen. Da sich die Zellen, auf die sich die Wirkung von THC konzentriert, im zentralen Nervensystem und im Immunsystem befinden, erklärt sich die Beeinflussung auf die Gefühls- und Gedankenwelt sowie auf das Schmerzempfinden. Wenngleich viele Konsumenten den Rausch, den sie beim Rauchen von Marihuana und Hasch empfinden, als positiv wahrnehmen, können auch etliche Negativfolgen durch den Cannabiskonsum hervorgerufen werden. Zu diesen gehören Halluzinationen, Angstgefühle, Panikattacken, Herzrasen und Schweißausbrüche. Darüber hinaus stellen Langzeitfolgen wie Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Lungenkrankheiten durch die Mischung mit Tabak, Psychosen und Depressionen ein großes Risiko dar. Sogar Krebserkrankungen und insbesondere das Auftreten der Schizophrenie können durch Marihuana und Haschisch begünstigt bzw. ausgelöst werden. Besonders groß ist die Gefahr für junge Menschen: Ihre Gehirnentwicklung ist noch nicht abgeschlossen, der weitere Verlauf kann jedoch durch den Cannabiskonsum beeinträchtigt werden. Die Folge ist ein verringertes Gehirnvolumen mit limitierten kognitiven Leistungen.

Wie schnell wird man süchtig nach Gras?

Grundsätzlich gilt bei Cannabis, dass das körperliche Abhängigkeitsrisiko minimal ist. Die Gefahr durch einmaligen oder mehrmaligen Konsum in eine psychische Abhängigkeit zu geraten, ist dafür umso größer. Das liegt am direkten Einfluss von THC auf das Belohnungssystem im Gehirn: Wer kifft oder Hasch und Marihuana auf andere Art konsumiert, sorgt für die Ausschüttung von Hormonen, die Glücksgefühle hervorrufen. Durch diese künstliche Euphorie gerät jedoch das komplette Belohnungssystem durcheinander. Die Folge ist gravierend. Nach dem Konsum stellt sich ein Gefühl der Leere ein, weil positive Emotionen auf natürliche Weise nicht mehr oder nur noch bedingt auftreten. Deshalb wird der Konsum in der Regel gesteigert und die psychische Abhängigkeit tritt noch schneller und noch intensiver ein.

Wie behandelt man eine Cannabis-Sucht?

Wer von Cannabis psychisch abhängig ist, bemerkt dies häufig erst, wenn es bereits zu spät ist. Da Marihuana und Haschisch heutzutage trotz der Illegalität von Konsum, Besitz und Verkauf relativ einfach zu bekommen sind, gönnen sich immer mehr Menschen einen gelegentlichen Rausch. Insbesondere bei jungen Erwachsenen und Jugendlichen genießt die Droge Kultstatus und es gehört in vielen Kreisen beinahe schon zum guten Ton, hin und wieder mal ´einen zu kiffen´. Wer abhängig ist, greift jedoch regelmäßig und kontinuierlich zur Droge, um Stress abzubauen, negative Emotionen zu unterdrücken oder um überhaupt noch etwas fühlen zu können. Dabei geraten Betroffene schnell in einen Teufelskreis, der häufig in einem stetig wachsenden Konsum und einer immer stärkeren psychischen Abhängigkeit mündet. Ein Cannabis-Entzug kann diese Abwärtsspirale unterbrechen und beginnt zunächst mit einer kontrollierten Entgiftung. THC-Rückstände können noch nach mehreren Wochen im Körper nachgewiesen werden und entsprechende Effekte mit sich bringen. Ziel einer Therapie ist es, die psychische Wirkung der Droge zu lindern und gleichzeitig das Verlangen nach dem Stoff zu mindern. Verschiedene therapeutische Ansätze sowie auch die Einbeziehung von Familie und Freunden können zu langfristigen und stabilen Ergebnissen führen.

Sind durch Cannabis kontrolliert positive medizinische Effekte möglich?

Während Haschisch und Marihuana illegale Drogen sind und viele Gefahren für Konsumenten mit sich bringen, kann der Wirkstoff THC aus medizinischer Sicht auch einige Vorteile mit sich bringen. Insbesondere die Auswirkung auf das Schmerzempfinden wird häufig positiv hervorgehoben. Seit kurzem gibt es deshalb nun für Schmerzpatienten Cannabis auf Rezept. Die ärztliche Meinung hierüber ist allerdings zweigeteilt. Zum einen ist die medizinische Wirkung von gerauchten Cannabisblüten bislang nur unzureichend erforscht. Zum anderen schwankt der Gehalt des Cannabis-Wirkstoffes THC in den Blüten der Pflanze teilweise enorm. Das kann zu schwerwiegenden Dosierungsfehlern führen, die schnell und unbemerkt in einer psychischen Abhängigkeit münden können. Das Risiko von medizinischem Marihuana ist dementsprechend groß und die gefährlichen Folgen der Cannabis-Wirkung sollten nicht ignoriert werden.

Weshalb ist die Legalisierung von Marihuana und Haschisch umstritten?

Genauso wie medizinisches Marihuana bereits seit einigen Jahren gesellschaftsübergreifend immer wieder diskutiert wird, wird auch die allgemeine Legalisierung von Cannabis regelmäßig zum Medien-Thema. Aktuell ist die Droge illegal und darf weder konsumiert, noch verkauft oder angebaut werden. Verschiedene Initiativen setzen sich deshalb bereits seit Jahren dafür ein, die angeblich ungefährliche Droge zu legalisieren. Die Botschaft ist klar: Da Cannabis nach Meinung der Legalisierungsbefürworter nur ein geringes Risiko für eine körperliche Abhängigkeit mit sich bringt und jährlich weniger Tote und Erkrankte als Alkohol oder Nikotin fordert, ist die Legalisierung für sie zwangsläufig eine folgerichtige Entscheidung. In anderen Ländern wie etwa Uruguay, den Niederlanden sowie einigen US-amerikanischen Staaten wurde Cannabis für den privaten Konsum bereits vollständig oder zumindest in Teilen legalisiert. Hauptargumente sind meist der wirtschaftliche und medizinische Nutzen, sowie die verbesserte Kontrolle der Drogenkriminalität. Die Risiken einer Legalisierung können allerdings zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt nicht abgeschätzt werden. Verlässliche Studien zur Langzeitwirkung von THC auf den menschlichen Körper und Geist gibt es nicht, die Gefahren für eine psychische Abhängigkeit sind enorm und auch weitere Folgeerkrankungen sind möglich. Darüber hinaus hat Cannabis noch immer den Ruf, eine Einstiegsdroge zu sein. Wer regelmäßig kifft, hat weniger Hemmungen, früher oder später auch zu anderen, noch gefährlicheren Drogen zu greifen.

Wo werden Haschisch und Marihuana angebaut?

Wenn es um den Cannabiskonsum geht, spielen in erster Linie Haschisch und Marihuana eine Rolle. Beides wird aus Hanf gewonnen, einer Pflanze, die dem Menschen bereits seit tausenden von Jahren bekannt ist. Interessant für die Gewinnung der Droge sind allerdings nur die weiblichen Pflanzen mit ihren unbefruchteten Blüten. In ihnen ist der THC-Gehalt ausreichend hoch, sodass sich der Konsum lohnt. Cannabispflanzen können sowohl im Freiland auf Cannabis-Plantagen, als auch im Gewächshaus angebaut werden. Hauptanbauländer sind Afghanistan, Jamaika, Marokko, Kolumbien und die Türkei. Gerade in Deutschland und Österreich werden die Pflanzen mittlerweile aber auch gern in den eigenen vier Wänden angebaut. Ziel ist es hierbei, die hohen Preise für Haschisch oder Marihuana zu umgehen. Der Privatanbau ist illegal, dank hochwertigem und leicht zugänglichem Equipment heutzutage jedoch relativ unkompliziert möglich. Neben den Pflanzen, die für die Drogenherstellung genutzt werden können, gibt es zusätzlich noch den sogenannten Nutzhanf. Dieser wird in erster Linie aufgrund der stabilen und vielseitig verwendbaren Hanffasern angebaut und ist für den Konsum nicht geeignet.

Welche Cannabis-Sorten gibt es?

Der Grundwirkstoff bei allen Cannabis-Produkten ist derselbe: THC. Er kommt vermehrt in den weiblichen Blütenständen der Pflanze vor, weshalb diese für die Herstellung von Marihuana und Haschisch vorzugsweise zum Einsatz kommen. Tatsächlich kann das THC in den Blüten der Cannabispflanze jedoch nicht ohne weiteres genutzt werden. Notwendig ist eine Decarboxylierung als chemische Reaktion. Um diese zu erzeugen, müssen die Blüten getrocknet werden.

Marihuana / Gras / Weed

Marihuana ist eine der beiden klassischen Formen der Droge. Es handelt sich hierbei um die reinen getrockneten Blüten der Hanfpflanze. Teilweise können auch noch die zugehörigen kleinen Blätter, die um die Blüte herum wachsen, im Marihuana enthalten sein. Marihuana wird in den meisten Fällen geraucht oder verdampft. Teilweise wird Marihuana auch oral konsumiert.

Haschisch / Hasch / Piece

Bei Haschisch handelt es sich um ein Harz, welches aus den THC-haltigen Pflanzenteilen des Hanfs gewonnen wird. In der Regel wird das über verschiedene Siebverfahren ausgelöste Extrakt in Platten oder Scheiben gepresst. Für die Nutzung wird das Hasch später erhitzt, in kleine Teile zerkrümelt und anschließend geraucht. Alternativ wird Haschisch häufig auch in verschiedenen Speisen verarbeitet.

Haschischöl

Haschischöl enthält von allen Cannabisprodukten den höchsten und reinsten THC-Gehalt. Mithilfe von Lösungsmitteln wird das Haschischöl aus dem Harz der Cannabisblüten gewonnen. Es wird meist verdampft oder geraucht. Alternativ nutzen Konsumenten das Haschischöl auch für die Zubereitung von Speisen oder träufeln es direkt unter die Zunge für eine besonders starke und schnelle Wirkung.

Wie hoch ist der Reinheitsgehalt von Cannabis?

Der Reinheitsgehalt von Cannabis bzw. der Wirkstoffgehalt in den einzelnen Produkten ist stark sortenabhängig. Immer neue Cannabispflanzen und Sorten sind auf dem Markt zu finden. Schwarzer Afghane, Skunk, Roter Libanese oder Grüner Türke – von einem allgemeinen Wirkstoff- bzw. THC-Gehalt ist bei Haschisch und Marihuana angesichts der verschiedensten Sorten nicht mehr zu sprechen. Grundsätzlich geht die Tendenz dahin, Pflanzen zu züchten, die einen immer höheren THC-Gehalt mit sich bringen. Ein Wirkstoffgehalt von bis zu 30 % ist heutzutage vor allem bei Haschisch und Haschischöl keine Seltenheit mehr. Allerdings muss bedacht werden, dass auch Cannabisprodukte gestreckt sein können. Insbesondere bei Hasch kommen oft Gummi, Wachs, Sand oder tierische Fette zum Einsatz. Der hohe THC-Gehalt birgt insbesondere für Erstkonsumenten ein hohes Risiko, weil die Wirkung des THC nicht oder nur bedingt eingeschätzt werden kann.

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