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Warmer oder kalter Entzug: Was ist das Richtige?

Bevor die Alkoholsucht als Krankheit anerkannt und in ihren Ursachen, Symptomen, Entzugserscheinungen und Behandlungsmöglichkeiten erforscht wurde, ging man davon aus, dass einem alkoholkranken Menschen nur konsequent das Suchtmittel entzogen werden müsste, um ihn dauerhaft von seiner Abhängigkeit zu befreien. So bezeichnet man das plötzliche Absetzen von Alkohol ohne begleitende medikamentöse und psychologische Therapie als kalten Entzug. Im Gegensatz dazu steht ein warmer Entzug. Auch diese Therapieform basiert auf einem konsequenten Verzicht von Alkohol, wird jedoch erleichtert durch eine medikamentöse Unterstützung, welche die Entzugserscheinungen lindert oder gar vollständig ausschalten kann. Zudem wird der Alkoholentzug psychologisch begleitet und die Rückkehr in einen abstinenten Alltag vorbereitet.

Ist der kalte Entzug ein gangbarer Weg für Alkoholiker?

Entscheiden Sie sich für einen kalten Alkoholentzug ohne medikamentöse, ärztliche und psychologische Unterstützung, so bedenken Sie bitte, dass Ihnen der Alkohol im Moment viele Aufgaben abnimmt und Entlastung verschafft. Dazu zählen unter anderem das Abschalten nach Stresssituationen, das Entspannen vor dem Schlafengehen oder die Bewältigung negativer und belastender Gefühle. Haben Sie bereits neue Strategien entwickelt, um ohne den scheinbaren “Problemlöser” Alkohol durch den Tag und durch die Nacht zu kommen? Auch eine Linderung der Entzugssymptome durch Medikamente ist bei einem Entzug ohne ärztliche Begleitung nicht möglich, da diese in der Regel verschreibungspflichtig sind und die Einnahme einer engmaschigen stationären Kontrolle bedarf.

Wie lange dauert ein kalter Entzug?

Während die körperliche Abhängigkeit meist nach vier bis fünf Tagen beendet ist, dauert die psychische Abhängigkeit unbehandelt oft ein ganzes Leben lang. Dazu kommt, dass viele Alkoholiker mehrere Anläufe nehmen, um trocken zu werden, so dass es mit einem kalten Entzug meist nicht getan ist. Fatalerweise verstärkt jeder gescheiterte Versuch die Schuldgefühle und schwächt das Selbstwertgefühl. Somit wird die emotionale Hürde für einen erfolgreichen Entzug immer höher. In letzter Konsequenz ergibt sich der Betroffene entweder seiner Sucht oder führt letztendlich doch einen warmen Entzug durch, um überhaupt eine Chance zu haben, vom Alkohol loszukommen.

Welche Symptome zeigen sich beim kalten Entzug?

Alkoholsucht - Warmer oder kalter Entzug: Welche Symptome gibt es?Es ist kein Geheimnis, dass ein abrupter Alkoholentzug bei alkoholabhängigen Menschen mit unangenehmen körperlichen und psychischen Begleiterscheinungen einhergeht. Beim kalten Entzug von Alkohol zeigen sich erste Symptome bereits 24 bis 48 Stunden nach dem letzten Alkoholkonsum. Alle Krankheitszeichen werden unter dem Begriff Alkoholentzugssyndrom zusammengefasst, das sich durch vergleichsweise harmlose körperliche Entzugserscheinungen wie Zittern der Hände, Übelkeit und Schwindelgefühl äußern, aber ebenso zu quälenden Angst- und Unruhezuständen, Schlafstörungen, Blutdruckschwankungen, Herzrhythmusstörungen, Depressionen, Halluzinationen oder Verwirrtheit führen kann. In schwerster Ausprägung zeigt sich das Entzugssyndrom mit epileptischen Anfällen bis hin zum Delirium Tremens, das unbehandelt zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen kann und permanent medizinisch überwacht werden muss.

Die Symptome der Entgiftung unterscheiden sich von Patient zu Patient. Mögliche Vorerkrankungen, der allgemeine Gesundheits- und Ernährungszustand, die seelische Verfassung sowie die Dauer und Schwere der Alkoholabhängigkeit spielen eine große Rolle für die Ausprägung der Alkoholentzugs-Symptome. Die Höhe des Promillewertes und die Abfallgeschwindigkeit des Alkoholspiegels spielen ebenfalls eine Rolle in der Entgiftungsphase. Auch das Trinkverhalten nimmt Einfluss auf den Verlauf der Alkohol-Entgiftung. Spiegeltrinker, die täglich einen gewissen Alkoholpegel benötigen, um sich gut zu fühlen, neigen eher dazu, schwere Symptome des Entzugssyndroms zu entwickeln als die sogenannten Phasentrinker oder auch Quartalstrinker.

Welche Erfolgschancen bietet ein warmer Entzug?

Der warme Entzug steht für eine qualifizierte Entgiftung und Entwöhnung, die medikamentengestützt und unter ärztlicher Aufsicht erfolgt. Während in einer privaten Entzugsklinik beide Behandlungsphasen parallel stattfinden und meist nach 28 Tagen abgeschlossen sind, liegt in öffentlichen Einrichtungen in der Regel eine Pause zwischen der Entgiftung und Entwöhnung. Dadurch bedingt, verläuft der komplette Alkoholentzug über einen deutlich längeren Zeitraum, in dem durch die zunächst nicht behandelte psychische Abhängigkeit ein erhöhtes Rückfallrisiko besteht. Wenn möglich, ist ein Entzug in einer privaten Einrichtung daher vorzuziehen.

Unabhängig von der gewählten Einrichtung, liegt es auf der Hand, dass bei einer ganzheitlichen Behandlung der Alkoholsucht die Erfolgschancen deutlich höher sind als bei einem kalten Entzug. Schließlich werden hier durch begleitende therapeutische Maßnahmen die Ursachen der Alkoholabhängigkeit (psychodynamischer Entstehungsprozess) erarbeitet, neue Verhaltensmuster erlernt und mögliche Begleiterkrankungen behandelt. Der Patient wird außerdem durch eine Rückfallprävention und ein umfassendes Nachsorgekonzept auf das Leben als abstinenter Alkohol-Erkrankter vorbereitet.

Ein weiterer, ganz entscheidender Vorteil eines qualifizierten Entzugs liegt in den medikamentös gelinderten Alkohol-Entzugserscheinungen. Die Entzugstherapie verläuft dadurch deutlich sanfter und schonender für den Körper und wird daher auch von den allermeisten Betroffenen bis zum Ende durchgehalten. Die Abbrüche und Rückfälle (=Langzeitprognose) beim kalten Entzug liegen um ein Vielfaches höher.

Welche Vorteile sprechen weiterhin für einen warmen Entzug?

Ein warmer Entzug entlastet nicht nur den Alkoholkranken, sondern auch dessen Angehörige. Während diese den kalten Entzug zu Hause unmittelbar miterleben und mit eigenen Kräften unterstützen, geben sie beim warmen Entzug ein Stück weit Verantwortung an die behandelnde Klinik ab. Sie wissen den Betroffenen in guten Händen und genießen eine befreiende Auszeit, in deren Anschluss erneut aufeinander zugegangen werden kann. Zudem werden beim qualifizierten Entzug in einer Privatklinik vielfach die Angehörigen in die Therapie miteinbezogen und ein neues konstruktives Miteinander erlernt.

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